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G R A H A M   C A N D Y

Release: Plan A

Graham Candy hatte nicht die leiseste Ahnung was ihn erwarten würde, als er seine Heimat Neuseeland verließ und in den Flieger nach Berlin stieg. Der Junge, der im Sommer die Schule schwänzte, um von Freunden erste Akkorde auf der Gitarre zu lernen und seine eigenen Songs zu schreiben, machte sich auf, seinem Traum durch elf Zeitzonen hinterherzujagen. “Dreams don’t work if unless you’re willing to work for them first,” singt er in ‚Back Into It‘ auf seinem neuen Album „Plan A“. Es scheint als hätte Candy in Berlin diesen Willen gefunden.

Fast zwei Jahre ist es her, dass der 23-jährige Musiker zusammen mit DJ Alle Farben „She Moves“ in den Riverside Studios in Kreuzberg aufgenommen hat. Der Track fängt die euphorische Stimmung der Berliner Sommer Open Airs perfekt ein und Candys ehrliche Stimme schafft es mit sonnengetränktem Optimismus jeden zu berühren, der die Stadt schon einmal besucht hat.

Der Song erreichte Goldstatus in Deutschland mit über 170.000 verkauften Einheiten, war europaweit in den Charts und brachte Graham Candy innerhalb weniger Monate von Akustikgigs in kleinen Aucklander Kneipen zu Konzerten in Tausenderhallen.

Es gibt aber keine Anzeichen dafür, dass der Erfolg ihn verändert hat: „Es ist alles so schnell passiert“, sagt Candy. „Die Gold-Platte liegt immer noch irgendwo in meinem Zimmer rum.“

Das neue Album „Plan A“ – so betitelt, weil sein Schuldirektor ihm sagte er bräuchte einen Plan B, falls es mit der Musik nichts wird – nahm er mit dem Producerteam Feeling Valencia aka ABBY auf, mit denen er schon seine gefeierte EP „Holding Up Balloons“ produziert hat.

Jetzt ist seine Chance gekommen, der Welt zu zeigen wie viel mehr in ihm steckt. „Plan A“ ist die Reise durch einen wunderschönen Geist, eingefangen in 12 Songs, welche aus über 50 im Laufe seines Lebens entstandenen Tracks ausgewählt wurden.

Mit dem herzzerreißenden Opener „Home“ heißt Candy den Hörer sofort in seinen intimsten Gedanken willkommen. „I want to go home, but not today“ singt er über die Entfernung, die ihn jetzt von seinem früheren Leben trennt. Aufgenommen wurde der Song mit einem 30-köpfigen-Chor seiner ehemaligen Schule in Auckland – dieselbe Schule, an der sein Direktor damals beinahe seinen Traum zerstörte.

„Plan A“ ist ein Album das mühelos fesselt. Trotzdem strotzt es vor Authentizität und Dreck, man glaubt jedes Wort, das Candy singt und wird die Songs so schnell nicht wieder los.
„Memphis“ und „Heart Of Gold“ sind die Herzstücke des Albums, letzteres über die Beziehung zu einem Vater, der sich nicht allzu begeistert von der Karrierewahl seines Sohnes zeigte – „I called you from a thousand miles / Going to make you proud“. Wie ein roter Faden zieht sich sein Umzug von Neuseeland nach Berlin durch die Songs, so zeigt zum Beispiel „My Wellington“, eine Ode an sein Heimatland, dass Nostalgie auch nicht mehr das ist, was sie mal war.

Aber es sind nicht alle Titel so düster. „Back Into It“, eine Hymne über harte Arbeit, schimmert mit jugendlicher Seele. Auf der soliden Basis von rauen Synth-Staccatos kann Candy seinen breiten Stimmumfang zeigen.

Die skurrile Uptempo-Nummer „Glowing in the Dark“ stellt die Frage „How come we never say love?“ und zielt damit auf die Angst vor Verbindlichkeit in unserer modernen Zeit ab.

Neben seiner Achterbahnfahrt durch die Musikbranche schaffte sich der Neuseeländer auch Zeit für seine zweite Leidenschaft – die Schauspielerei. 2012 stand er neben der Oscar-nominierten Schauspielerin Keisha Castle-Hughes im Film ‚Queen of Carthage‘ vor der Kamera. Außerdem sorgte seine darstellerische Leistung in den Musicals ‚Footloose‘ und ‚Spring Awakening‘ für begeisterte Kritiken.

Der Unterschied zwischen Schauspiel und Musik? „Es ist eine Art Flucht, aber es ist nicht echt“, sagt Candy. „Beim Schauspielern gebe ich vor jemand anderes zu sein, bei der Musik kann ich ich selbst sein.“ Und es war tatsächlich der Kontakt mit Musicals, der ihn Anfang 20 seine Stimme entdecken ließ. Ja, diese Stimme.

Durch Markanz und Ehrlichkeit hebt Candys Stimme ihn sofort von seinen Zeitgenossen ab. Stellt man ihn mit Gitarre und Mikro in einen Raum, kann man förmlich zusehen, wie sich das Publikum in ihn verliebt. Jetzt, mit einer kompletten Band um sich, kann er es kaum erwarten wieder auf Tour zu gehen. Seine Stimme passt sich jedem Genre, von Dance-Tracks bis hin zu akustischen Singer-Songwriter-Nummern, problemlos an und klingt dabei immer noch als ob er eine versteckte Tür zur seine Seele öffnen würde.

Vor ihm liegt ein langer, ereignisreicher und aufregender Weg und Graham Candy ist bereit für seinen Plan A einzustehen, um genau dort hinzukommen, wo er hin will.

Weitere Informationen und Tourdaten

EAGLES_Fashion_Dinner_MUNICH_Connexxxions_Graham_Candy_2 Kopie EAGLES_Fashion_Dinner_MUNICH_Connexxxions_Graham_CandyBildercredit: Daniel Dosch by Dosch Art